Info 5 6/11
Rückblick: Eidgenössische Wahlen 2011

Am 23. Oktober 2011 bestimmten die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihr Parlament neu. Diese eidgenössischen Wahlen waren Anlass für die ersten erfolgreichen E-Election-Tests in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen, Graubünden und Aargau. Die Anzahl Auslandschweizer Kandidaten erreichte einen neuen Rekord, obwohl letztlich keiner von ihnen gewählt wurde.
An den eidgenössischen Wahlen vom Sonntag, 23. Oktober 2011, nahmen nicht weniger als 49% des Schweizer Stimmvolks teil, um die Mitglieder des Parlaments neu zu bestimmen. Während die neue Zusammensetzung des Nationalrats inzwischen bekannt ist, wird für die endgültige Zusammensetzung des Ständerats ein zweiter Wahlgang nötig, da im ersten Durchgang lediglich 27 von 46 Sitzen vergeben werden konnten.
Auslandschweizer Kandidaturen
Im Vorfeld dieser Wahlen zeigten die politischen Parteien ein aussergewöhnliches Interesse an den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern. Unsere im Ausland lebenden Landsleute hatten sich in Rekordzahl in die Wahllisten eingetragen. 15 waren es im Jahr 2003, 55 im Jahr 2007 und mehr als 80 in diesem Jahr. Dass schliesslich keiner der Auslandschweizer Kandidaten gewählt wurde, überrascht zwar nicht, ist aber dennoch enttäuschend. Wichtiger als die Wahl von Auslandschweizern ins eidgenössische Parlament ist aber das Ziel, dass ihre Interessen auf nationaler Ebene bestmöglich vertreten werden. Dies geschieht durch die Parlamentarische Gruppe, der Politikerinnen und Politiker angehören, die den Auslandschweizern nahestehen und deren Bedürfnisse und Anliegen kennen. Es ist in diesem Zusammenhang erfreulich, dass die folgenden Mitglieder des Auslandschweizerrates wieder in den Nationalrat gewählt wurden: Antonio Hodgers (Grüne/GE), Hans Kaufmann (SVP/LU), Christa Markwalder (FDP/BE) und Carlo Sommaruga (SP/GE). Die Wiederwahl verpasst hat André Reymond (SVP/GE), während Ständerat Filippo Lombardi (CVP/TI) erst nach dem zweiten Wahlgang am 20. November erfahren wird, ob er wiedergewählt wird oder nicht.
Die höchste Stimmenzahl unter den Auslandschweizern erzielte eine FDP-Kandidatin im Kanton Zürich: Helen Freiermuth, eine in China lebende Schweizerin, erhielt 38'000 Stimmen. Mit diesem Resultat blieb sie jedoch deutlich unter der für eine Wahl nötigen Marke von 65'000 Stimmen.
Erste E-Election-Tests in vier Kantonen
Anlässlich der eidgenössischen Wahlen führten vier Kantone erstmals erfolgreiche Versuche mit der Stimmabgabe via Internet durch. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Graubünden und St. Gallen wahlberechtigt sind, konnten via Internet ihre Kandidatinnen und Kandidaten für das Parlament wählen. Diese Möglichkeit stand rund 20'000 Personen offen. Die ersten Versuche verliefen reibungslos, und 3562 im Ausland lebende Stimmberechtigte wählten diesen neuen Weg. Das sind etwas mehr als 50% aller Auslandschweizer, die sich in den vier Kantonen an den Parlamentswahlen beteiligt haben.
Für die 135'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die sich zur Ausübung ihrer politischen Rechte in einem Stimmregister eingetragen haben, bedeuten diese Versuche einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu E-Voting und E-Election. Das erklärte Ziel bleibt die generelle Einführung der elektronischen Stimmabgabe bis zu den eidgenössischen Parlamentswahlen 2015.
11.11.11
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Schweizer Schulen im Ausland mit Gütesiegel

Dank der hohen pädagogischen Qualität der Schweizer Schulen im Ausland dürfen diese künftig ein Gütesiegel der Schweizer Regierung führen.
Die Schweizer Schulen im Ausland vermitteln auf vier Kontinenten Bildung nach Schweizer Standards. Diese hohe pädagogische Qualität wird nun mit einem offiziellen Gütesiegel versehen. Es darf ausschliesslich von den vom Bund anerkannten und von den Patronatskantonen evaluierten Schweizer Schulen im Ausland verwendet werden, und zwar gemäss speziell dafür erlassenen Richtlinien. Das Logo enthält mehrere Symbole: Das Schweizer Kreuz steht für die Autorisierung durch die offizielle Schweiz, die roten Quadrate versinnbildlichen die Schulstandorte im Ausland und deren zentralen Bezug zur Schweiz.
Zudem hat die Geschäftsstelle der Schweizer Schulen im Ausland einen neuen Namen und ein anderes Logo. Das Komitee für Schweizer Schulen im Ausland heisst jetzt «educationsuisse». Der Name verweist auf die sprachliche Vielfalt der Schweiz. Er soll aber auch leicht verständlich sein und auf die Kernaufgabe der Schulen hinweisen: Vermittlung von Schweizer Bildung.
Schweizer Schulen, die Bildung nach Schweizer Standards vermitteln, befinden sich an folgenden Standorten:
Brasilien: São Paulo und Curitiba
Chile: Santiago
Ghana: Accra
Italien: Bergamo, Catania, Como, Mailand und Rom
Kolumbien: Bogotá
Mexico: Cuernavaca, Mexiko-Stadt und Querétaro
Peru: Lima
Singapur: Singapur
Spanien: Barcelona und Madrid
Thailand: Bangkok
11.11.11
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COMO - Eine neue Schweizer Schule in Italien

Am 5. September hat der "Campus di Caslino", die Filiale der Schweizer Schule Mailand in der Provinz Como, 35 Kilometer nördlich von Mailand seine Tore geöffnet. Eingeschrieben sind für das erste Schuljahr 2011/12 insgesamt 41 Kinder, davon 16 mit Schweizer Nationalität (39%); 32 davon besuchen den Kindergarten und 9 die erste Primarklasse. Jedes Jahr wird eine Klasse hinzugefügt, bis am Ende die ganzen acht obligatorischen Schuljahre in Italien abgedeckt sind. Man hofft, dass anschliessend ein Teil der Schüler das Gymnasium in Mailand besuchen wird.
Die Schule in Mailand befindet sich an bester Lage im Stadtzentrum und geniesst einen ausgezeichneten Ruf. Mit 375 Schülern liegt sie an der Kapazitätsgrenze für Kindergarten und obligatorische Schulzeit, ist aber im Gymnasium zu weniger als der Hälfte ausgelastet.
Vor sechs Jahren beschloss der Schulrat eine Vorwärtsstrategie. Immer mehr junge Familien leben ausserhalb des Zentrums von Mailand, und deshalb könnten auch durch einen Ausbau der Schule in Mailand nicht mehr Schüler gewonnen werden.
Der Schulrat suchte deshalb im südlichen Teil der Provinz Como - wo neben der Stadt Mailand die höchste Dichte an Schweizer Kindern und ein Bedarf an Privatschulen besteht - nach einem neuen Standort. Es musste ein Grundstück gefunden werden, das mindestens 10-12'000 m2 Bauland bieten kann und zudem gut mit Strasse und Bahn erreichbar ist. Verschiedene Objekte wurden geprüft und weiter verfolgt, aber kein Projekt führte vorerst zum Abschluss. Vor zwei Jahren wurde dann ein passendes Grundstück mit 12'000 m2 Fläche in Caslino al Piano (Gemeinde Cadorago) umgezont, für welches rasch ein Vorverkaufsvertrag abschlossen werden konnte. 500 Meter vom Grundstück entfernt, konnten 1'000 m2 Grundfläche eines Rohbaus mit zugehörigem Garten angemietet werden. Innerhalb von vier Monaten wurde daraus eine Schule. Dieses schön ausgestattete Provisorium wird für die ersten sechs bis neun Jahre das Schulhaus sein.
Das erste Schuljahr ist erfolgreich angelaufen: Mit 58% mehr Schülern und doppelt so vielen Schweizer Kindern wie im Business Plan vorgesehen. Eine definitive Beurteilung des Projekts kann aber erst nach drei bis vier Jahren erfolgen.
Am 1. Oktober fand im Beisein von Bundeskanzlerin Corina Casanova, Ständerat Filippo Lombardi, Vertretern des Bundes, des Patronatskantons Tessin, des KSA und des Gemeinderates von Cadorago ein fröhliches Einweihungsfest statt, zu dem 220 Gäste gekommen waren.
Schweizer Schule Mailand
Campus di Caslino11.11.11
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