Die mediale Aufmerksamkeit war überragend: Kaum eine Zeitung, die nicht über die Teilnahme der Auslandschweizer an den Parlamentswahlen berichtet hätte. Dabei wurde die Fünfte Schweiz als aktive Teilnehmerin an der Wahlkampf-Front beachtet, aber auch als gewichtige und respektable politische Grösse, die durchaus ihr Wort zum politischen Geschehen im Inland zu sagen hat. Dass keiner der 45 Kandidaten gewählt wurde, überrascht den ASO-Präsidenten, alt Nationalrat Jacques-Simon Eggly, nicht: „Für Kandidaten im Ausland ist es aus praktischen Gründen sehr schwer, eine effiziente Kampagne zu führen.“ Dennoch zeigt sich Eggly zufrieden: „Wir danken allen, die sich für die Interessen der Fünften Schweiz engagiert haben. Die Kandidaten haben sich auf bewundernswerte Art eingesetzt und wesentlich dazu beigetragen, das Ansehen der Fünften Schweiz im Inland zu stärken.“
Da kein Auslandschweizer den Sprung nach Bern geschafft hat, sind in den Medien verschiedentlich Stimmen laut geworden, wonach der Zeitpunkt nun gekommen sei, mittels Gründung eines 27. Kanton eine direkte Vertretung der Auslandschweizer in den eidgenössischen Räten zu erwirken. ASO-Direktor Rudolf Wyder: „Wir begrüssen diese Diskussion. Es ist für unser Land von Vorteil, wenn die Auslandbürger vermehrt in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Ob die Schaffung eines virtuellen Kantons die optimale Lösung ist, muss sich noch weisen.“ Grundsätzlich wolle man keinen Sonderstatus für die Auslandschweizer, sondern Gleichbehandlung. „Auslandschweizer sind in ihren Herkunftskantonen verankerte Bürger, wie die Inlandschweizer auch“, so Wyder.
Aufruf der ASO
Wenig erfreulich ist die Tatsache, dass – wie schon vor vier Jahren – festgestellt werden musste, dass nicht alle Auslandschweizer ihre Wahlunterlagen fristgerecht erhalten haben. Ähnliche Klagen gingen dem Vernehmen nach auch bei der Bundeskanzlei, bei kantonalen und kommunalen Wahlbüros sowie bei der Wahlbeobachter-Delegation der OSZE ein.
Die ASO geht der Sache nach und bittet Sie, Fälle von Stimmberechtigten zu melden, die ihre Abstimmungsunterlagen so spät erhalten haben, dass sie nicht mehr in der Lage waren, an den Wahlen vom 21. Oktober teilzunehmen.
Auslandschweizer-Organisation
Abteilung Kommunikation
Alpenstrasse 26
3006 Bern
+41 31 356 61 00
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Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!
Wahlgewinnerin auch bei den Auslandschweizern ist die Schweizerische Volkspartei (SVP). Allerdings ist ihr Sieg in der Fünften Schweiz weniger spektakulär als im Inland. Dies resultiert aus den Ergebnissen jener Kantone, welche die Auslandschweizer-Stimmen separat ausweisen.
Fünf Kantone verfügen über ein zentrales Stimmregister, vier von ihnen weisen in diesen Wahlen die Stimmen aus dem Ausland separat aus. Es sind dies die Kantone Genf, Luzern, Waadt und Appenzell Innerrhoden. Eine gesamtschweizerische Sicht des Auslandschweizer Abstimmungsverhaltens existiert nicht.
Seit Einführung des brieflichen Stimmrechts anno 1992, beziehungsweise seit den Parlamentswahlen von 1995, steht fest: Die SVP steigt in der Beliebtheit der Auslandschweizer. Während die Volkspartei in den ausgezählten Kantonen vor vier Jahren 10 bis 14 Prozent der Stimmen ausmachte, sind es heute 15 bis 19 Prozent. Das sind immer noch drei bis sechs Stimmenprozent weniger als im Gesamtresultat. Aber in keinem der Kantone haben die Auslandschweizer der SVP die Mehrheit gegeben. Nach Auslandschweizerstimmen ist die SP die stärkste Partei in den Kantonen Genf und Waadt.
Im Kanton Luzern haben 16 Prozent der Auslandschweizer grün gewählt, im gesamten Kanton waren es bloss 9,4 Prozent. Ebenfalls im Kanton Luzern musste hingegen die CVP seit 1995 starke Einbussen einnehmen: Nur 22,2 Prozent der Auslandschweizer wählten CVP, gegenüber 30,2 gesamtkantonal. Vor vier Jahren warens noch 27,3 Prozent.
Von den 45 Auslandschweizer Kandidaten ist am Wochenende keiner gewählt worden. Unter ihnen erreichte am meisten Stimmen (2251) Raphaël Thémard aus Belgien (Grüne, FR). An zweiter Stelle figuriert Julien Neirynck (2009 Stimmen) aus Frankreich (CVP, VD), gefolgt von Florian Rochat (2000 Stimmen), ebenfalls aus Frankreich (EDU, VD). 33 der 45 Kandidaten gehören der SVP an.
Wahlanalyse
Wiedergewählte ASR-Mitglieder: Fünf der sechs erneut kandidierenden Mitglieder der eid-genössischen Räte, die dem ASR angehören, sind am 21.10.2007 wiedergewählt worden. Es sind dies Nationalrätin Thérèse Meyer (CVP/FR) sowie die Nationalräte Markus Hutter (FDP/ZH), Hans Kaufmann (SVP/ZH), André Reymond (SVP/GE) und Carlo Sommaruga (SP/GE). Ständerat Filippo Lombardi (CVP/TI) muss sich am 18.11.2007 einem zweiten Wahlgang stellen.
Auslandschweizer Kandidaten: Keiner der diesmal besonders zahlreichen Auslandschweizer Kandidaten hat die Wahl in die Bundesversammlung geschafft. Die kandidierenden Auslandmitglieder des ASR Ron Favarger, Peter Kaul, Rolf Schudel und Edgar Studer (alle SVP) verpassten die Wahl ebenso wie die übrigen der insgesamt 45 Auslandschweizer Kandidaten. Am meisten Stimmen erzielte Raphael Thiémard aus Belgien (Grüne/FR) vor den beiden Frankreichschweizern Julien Neirynck (CVP/VD) und Florian Rochat (UDF/VD) sowie Erich Grübel aus Lettland (CVP/BE) (vgl. Anhang I).
Mitglieder der Parlamentarischen Gruppe: Von den 84 Mitgliedern der Parlamentarischen Gruppe „Auslandschweizer“ stellten sich 68 der Wiederwahl. Davon wurden 7 am 21.10. nicht wieder gewählt; drei weitere Mitglieder müssen sich einem zweiten Wahlgang stellen. Lediglich noch zwei der zuvor fünf Mitglieder des Büros der Gruppe gehören dem neu-gewählten Parlament an.
Nationalratswahlen 1995-2007 - Auslandschweizer-Resultate (PDF)
Die Schneesportlager der Auslandschweizer-Organisation erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Während zehn Tagen leben junge Leute aus der ganzen Welt unter einem Dach und vergnügen sich auf Skipisten und im Lagerhaus. Die ausgebildeten Ski- und Snowboardleiter der ASO vermitteln die neusten Techniken des Schneesportes und sorgen für persönliche Erfolgserlebnisse auf der weissen Pracht. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand das erste Mal auf Schnee steht oder ob man auf eine jahrelange Ski- oder Snowboard-Erfahrung zurückgreifen kann. Mindestens so spannend wie das sportliche Erlebnis sind die persönlichen Kontakte zu all den Leuten, deren Gemeinsamkeit die Schweizerische Herkunft ist. Die Jugendlichen erfahren Aktuelles und Traditionelles über das Land ihrer Vorfahren. Wenn die Teilnehmer dann noch ihre persönlichen Erfahrungen einbringen, gehen die Diskussion erst richtig los.
Dazu gehört natürlich ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Damit ist zusätzlich für Abwechslung und Unterhaltung gesorgt.
Und schliesslich darf selbstverständlich auch die rauschende Lagerparty nicht fehlen.
Fazit: Wer unvergessliche Winterferien in der Schweiz verbringen will, kommt in ein Auslandschweizer-Lager der ASO.
Da Ostern diese Saison sehr früh ist, müssen wir uns keine Schneesorgen machen und können die länger werdenden Tage in vollen Zügen geniessen. Ein Schneesportlager für Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren mit viel Unterhaltung. Fun auf den Skipisten des Aletschgebietes und ein Lagerhaus, in dem es erfahrungsgemäss noch nie jemandem langweilig geworden ist.
Die ASO-Sprachkurse finden vom 07.01 – 18.01.2008 in Bern und Fribourg statt. Auch in diesem Programm hat es noch einige Plätze frei.
Nationalrat Hans Kaufmann (SVP/ZH) und 17 Mitunterzeichner haben am 5.10.2007 ein Postulat deponiert, das vom Bundesrat verlangt zu prüfen, „ob der Schlüssel der Gewinnverteilung der SNB-Gewinne in Bezug auf die Pro-Kopf-Ausschüttung auf die Auslandschweizer und –schweizerinnen ausgeweitet werden könnte. Diese Mittel sollen für generelle Anliegen der Auslandschweizer wie z.B. die Auslandschweizerschulen eingesetzt werden.“
Verzinsung von Vorsorgegeldern
Das Konsumentenmagazin K-Tipp hat eine Kampagne zur Verzinsung von Vorsorgegeldern durch die Banken lanciert. Nach Feststellung von K-Tipp werden auf Freizügigkeitskonten lagernde Pensionskassenguthaben zu 1,5 bis 1,65 Prozent verzinst, Säule-3a-Konten üblicherweise zu 1,75 Prozent, während der vom Bundesrat festgesetzte Mindestzinssatz für Pensionskassengelder zur Zeit 2,5 Prozent und ab 1.1.2008 2,75 Prozent beträgt.Die Konsumentenzeitschrift schätzt den dem Publikum dadurch entgehenden Zinsertrag auf rund 500 Millionen Franken pro Jahr. Von der Ertragseinbusse betroffen sind unter anderem Auslandschweizer innerhalb des EU-Raums, die ihr Pensionskassenguthaben auf einem Freizügigkeitskonto belassen haben. Die Angelegenheit ist inzwischen auch von anderen Medien und mittlerweile sogar im Parlament aufgegriffen worden.
Im nächsten ASO-Info erfahren Sie alles über den Kongress 08!