ASO Info 5/15

Newsletter ASO Info

Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) ist das Kompetenzzentrum für Fragen bezüglich Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

Die ASO ist eine politisch und konfessionell neutrale, unabhängige Nichtregierungsorganisation. Sie vertritt die Interessen der im Ausland lebenden Landsleute und bietet ihnen eine breite Palette von Dienstleistungen an.

 

Die ASO engagiert sich seit 1916 für die Auslandschweizer.

 

Für weitere Informationen: www.aso.ch

 

18.09.15, Anne-Catherine Clément, Communications & Marketing
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Eidgenössische Wahlen 2015

Die eidgenössischen Wahlen vom 18. Oktober 2015 rücken immer näher. Sie finden hier die Informationen über das Wahlregister, das Wahlmanifest des Auslandschweizerrates und die Website 2015elections.ch.

Eintragung ins Wahlregister
Um sich an den Wahlen beteiligen zu können, müssen sich die Auslandschweizer, die dies in der Vergangenheit noch nicht getan haben, in ein Wahlregister eintragen. Dazu müssen Sie sich an die Schweizer Vertretung wenden, bei der Sie immatrikuliert sind (Botschaft oder Konsulat) und folgendes Formular beifügen: Formular zur Eintragung in das Wahlregister

 

Wahlmanifest
Der Auslandschweizerrat, das offizielle Sprachrohr der Mitglieder der «Fünften Schweiz», hat ein Wahlmanifest verabschiedet, um den politischen Parteien und Kandidierenden für die eidgenössischen Wahlen die für die Auslandschweizer zentralen Themen wie die elektronische Stimmabgabe, die internationale Mobilität, die Information sowie die Aufrechterhaltung des Konsularnetzes und der Bankbeziehungen in der Schweiz in Erinnerung zu rufen.

 

2015elections.ch
Am 18. Oktober können Sie die Politiker wählen, die in den nächsten vier Jahren für Sie wichtige Entscheidungen treffen werden. Doch woher sollen Sie wissen, wer Ihre Interessen unter der Bundeshauskuppel am besten vertreten wird? Auf der speziell von der ASO aufgeschalteten Plattform www.2015elections.ch finden Sie alle notwendigen Informationen zur Beantwortung dieser Frage.

 

 

18.09.15, Anne-Catherine Clément, Communications & Marketing
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Sitzung des Auslandschweizerrates

Die Sitzung des Auslandschweizerrates (ASR) am 14. August 2015 in Genf war von der Wahl eines neuen Präsidenten für die Auslandschweizer-Organisation (ASO) geprägt. Remo Gysin, ehemaliger Nationalrat und derzeit Vizepräsident der ASO, löste Jacques-Simon Eggly ab, der die Geschicke der Organisation seit 2007 leitete.
Die restliche Sitzung stand im Zeichen der eidgenössischen Wahlen.

«Die Auslandschweizer-Organisation ist eine fantastische Institution, und ich freue mich, die Interessen der Fünften Schweiz wahrzunehmen.» Mit diesen Worten wendete sich der neu gewählte Präsident der ASO an die 77 Delegierten des ASR, die am 14. August 2015 nach Genf zur Sommersitzung dieses Organs gekommen waren.


Remo Gysin, ehemaliger Nationalrat (SP/BS) und ehemaliger Staatsrat, hat sein Amt offiziell nach dem Auslandschweizer-Kongress angetreten. Er löst damit Jacques-Simon Eggly, ebenfalls ehemaliger Nationalrat (FDP/GE) ab, der das Mandat 2007 in Genf übernommen hatte.

 

Resolution zur elektronischen Stimmabgabe
Die Staatsschreiberin des Kantons Genf, Anja Wyden Guelpa, betonte die Wichtigkeit der elektronischen Stimmabgabe für alle, auch für die Auslandschweizer, um am demokratischen Leben der Schweiz teilzunehmen. Der Kanton Genf gehört zusammen mit Neuenburg und Zürich zu den drei Vorreitern auf diesem Gebiet, denn die im Ausland wohnhaften Genfer können diese Abstimmungsmöglichkeit seit knapp zehn Jahren nutzen.
Die Mehrheit der Delegierten hat einer Resolution zugestimmt, mit der eine rasche Einführung der elektronischen Stimmabgabe für alle Mitglieder der Fünften Schweiz bis zu den eidgenössischen Wahlen 2019 gefordert wird. Diese Forderung ist einer der acht Punkte des Wahlmanifests 2015–2019 der ASO, das sich an die Kandidaten der eidgenössischen Wahlen richtet. Ermöglicht ein Kanton seinen ausgewanderten Bürgern die elektronische Stimmabgabe, machen laut Studien 50 bis 60 Prozent von ihnen bereits beim ersten Mal davon Gebrauch. Nicht zu vergessen ist, dass die Wahlunterlagen derzeit häufig zu spät oder in der falschen Sprache zugestellt werden. Schliesslich haben die Delegierten die ständige Infragestellung dieser Abstimmungsmöglichkeit in der Schweiz bedauert.
Zur Erinnerung: Bei den nächsten eidgenössischen Wahlen am 18. Oktober werden 4 Kantone ihren Stimmbürgern im Ausland die Möglichkeit bieten, über das Internet abzustimmen. Die ASO hatte bereits 2011 eine allgemeine Einführung des E-Voting für die Mitglieder unserer Diaspora bis zu den eidgenössischen Wahlen 2015 gefordert. Das E-Voting erleichtert ihnen die Ausübung ihrer politischen Rechte. Derzeit sind 142’000 Auslandschweizer – das entspricht der Anzahl der Stimmberechtigten der Kantone Tessin, Wallis oder auch Thurgau – in einem Stimmregister eingetragen, um ihre politischen Rechte ausüben zu können.


Politische Debatte zu den eidgenössischen Wahlen
Zwei Monate vor den eidgenössischen Wahlen nahmen Kandidaten der sieben wichtigsten im Bundeshaus vertretenen Parteien an der Debatte am Ende der Sitzung teil. E-Voting, die Probleme im Zusammenhang mit den Bankbeziehungen und die Folgen der Abstimmung vom 9. Februar 2014 waren die Gesprächsthemen.
In der Bankenfrage, die seit 2008 immer wieder diskutiert wird, wurde immer noch keine Lösung gefunden. Bezüglich der Folgen des Jas zur Masseneinwanderungsinitiative waren sich die Teilnehmer einig, dass der Dialog mit Europa aufrechterhalten werden muss, im Bewusstsein, dass 450'000 Schweizer in EU-Ländern leben. «Die Wahrung der Bilateralen hat oberste Priorität», sagte Nationalrätin Adèle Thorens Goumaz (Die Grünen, Waadt).

 

Es sei darauf hingewiesen, dass die ASO im Rahmen der eidgenössischen Wahlen 2015 eine Informationsplattform aufgeschaltet hat, auf der sich neben allen Themen im Zusammenhang mit der Fünften Schweiz auch zahlreiche Informationen für und über die Auslandschweizer finden: www.2015elections.ch.

 

18.09.15, Anne-Catherine Clément, Communications & Marketing
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93. Auslandschweizer-Kongress

Von 14. bis 16. August 2015 sind Schweizer aus aller Welt in Genf zu ihrem 93. Jahreskongress zusammengekommen. Die Bürgerbildung stand im Zentrum der Diskussionen.

«Es kann kein wirkliches Bürgerbewusstsein geben ohne Kenntnis der Geschichte, des Genius Loci. Es ist eine Chance und mit Rechten verbunden, Schweizer zu sein, bedeutet aber auch Verantwortung und beinhaltet die Pflicht, sich zu bilden und zu informieren.»

Mit diesen Worten eröffnete der scheidende Präsident der Auslandschweizer-Organisation (ASO) die Veranstaltung.

 

Link zu den Bilder des 93. Kongresses

 

Menschenrechts- und Bürgerbildung
Bei den letzten eidgenössischen Wahlen 2011 haben nur 30 Prozent der Wählerinnen und Wähler unter 35 Jahren einen Stimmzettel in die Urne gelegt. Eine im Jahr 2014 veröffentlichte Easyvote-Studie belegt, dass Entscheidungsfindung und politisches Engagement eng mit der Bürgerbildung bei den Jugendlichen verknüpft ist. Diese besonderen Bedürfnisse der Jugendlichen sind mit denen der 746'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Einklang zu bringen. Von ihnen sind 142'000 in einem Stimmregister eingetragen, um ihre politischen Rechte wahrnehmen zu können.
Aus diesem Grund sieht es der 93. Auslandschweizer-Kongress, der zwei Monate vor den nächsten eidgenössischen Wahlen stattfindet, als seine Pflicht an, konkret auf die umzusetzenden Massnahmen zur Förderung der politischen Partizipation einzugehen.


So erinnerte Manon Schick, Geschäftsleiterin der Schweizer Sektion von Amnesty International, daran, dass «Menschenrechtsbildung entscheidend dazu beitragen kann, junge Menschen zu bürgerschaftlichem Engagement zu motivieren, da sie den kritischen Verstand sowie die Fähigkeit und das Zutrauen zu handeln fördert – zwei grundlegende Voraussetzungen für eine gewisse politische Dynamik.» Weiter unterstrich sie die Notwendigkeit, politische Bildung und Menschenrechtsunterricht in der obligatorischen Schule einzuführen, da «die Schweiz, die weltweit als Vorbild in Sachen Demokratie gilt, verpflichtet ist, diese politische Dynamik zu bewahren».

 

Eine umfassende und anschauliche Information
Alle Redner betonten die Bedeutung einer aktiven politischen Partizipation, um die Wahrung einer lebendigen Demokratie zu gewährleisten. So wie Bildung von zentraler Bedeutung ist, ist es auch Information. Sie muss jedoch umfassend sein und so gestaltet sein, dass sie allgemein zugänglich ist. Diese Aussagen standen im Zentrum der Ausführungen von Peter Schibli, Direktor von Swissinfo, und Arthur Honegger, USA-Korrespondent von SRF (Schweizer Radio und Fernsehen). Diese gilt umso mehr für unsere Landsleute im Ausland, die sich abseits des aktuellen Geschehens in der Schweiz befinden.

 

Förderung der politischen Partizipation durch unterschiedliche Massnahmen
Die Staatsschreiberin des Kantons Genf, Anja Wyden Guelpa, sprach über die Projekte, die Genf vorantreibt, um die politische Teilnahme zu erhöhen. Dabei gebe es kein Patentrezept, sondern es handle sich um ein Mosaik von Massnahmen, von denen einige schon bei den ganzen Jungen ansetzten. Wettbewerbe, Führungen, Rollenspiele und Treffen sind ebenfalls Möglichkeiten, um jeden Einzelnen zur Teilnahme am politischen Leben der Schweiz zu motivieren.


Die Jugend debattiert
Im zweiten Teil der Veranstaltung fand eine Debatte zwischen acht jungen Auslandschweizern statt. Es ging darum, zu zeigen, dass die den Jugendlichen zur Verfügung gestellten Instrumente ihnen die Möglichkeit bieten, Ideen miteinander auszutauschen, sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Im Vorfeld hatte Hans Stöckli, Präsident der Neuen Helvetischen Gesellschaft (NHG), den Anreiz betont, den die Bürgerbildung für die Partizipation der jüngsten Bürger darstelle. Dieses Thema ist der NHG wichtig. 2014 führte sie anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens das Programm «100 Projekte für die Bürgerbildung» ein.

 

Bedeutung der Stimmabgabe der Fünften Schweiz
Die Plenarversammlung endete mit den Worten von Bundesrätin Doris Leuthard, die noch einmal nachdrücklich darauf hinwies, dass die Schweiz die Auslandschweizer nötig habe, und betonte, dass deren Stimme zähle.

 

Der Auslandschweizer-Kongress wird einmal jährlich in der Schweiz abgehalten, anlässlich dessen kommen mehrere hundert Schweizer aus aller Welt zusammen. Die von der ASO organisierte Veranstaltung hat zum Ziel, den Mitgliedern der Fünften Schweiz in ihrer Heimat besser Gehör zu verschaffen. Sie versteht sich aber auch als Plattform für den Austausch und die Diskussion zwischen Schweizerinnen und Schweizern aus dem In- und Ausland über aktuelle Themen, die unser Land betreffen.


18.09.15, Anne-Catherine Clément, Communications & Marketing
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Was denken Sie über den Auslandschweizer-Kongress 2015? Ihre Meinung ist uns wichtig!

Lassen Sie sich die Chance nicht entgehen, füllen Sie den Fragebogen aus und nehmen Sie an der Verlosung von zwei Kongresskarten 2016 teil. Der Fragebogen richtet sich sowohl an Teilnehmende als auch an Personen, welche noch nie die Gelegenheit hatten zum Kongress zu kommen.

Mit dem Ausfüllen dieses Fragebogens helfen Sie uns, den Kongress besser auf Ihre Bedürfnisse anzupassen. Mit Ihrer Teilnahme bis spätestens Ende September 2015 nehmen Sie automatisch an der Verlosung von zwei Kongresskarten 2016 teil.

Im Voraus herzlichen Dank für die Zusammenarbeit.

 

Link zur Umfrage

 

 

18.09.15, Anne-Catherine Clément, Communications & Marketing
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News von SwissCommunity.org

Neue Rubrik "Politik"
In unserer neuen Rubrik "Politik" erfahren Sie mehr über die Auslandschweizer-Organisation und die Parlamentarische Gruppe Auslandschweizer, die sich für die Anliegen der Auslandschweizer einsetzen.

Hier finden Sie ausserdem unsere Stellungnahmen zu Gesetzgebungsprojekten sowie Informationen zu Ihren politischen Rechten und wichtigen Themen wie Schweizer Bankbeziehungen mit Auslandschweizern oder E-Voting.

www.swisscommunity.org/de/politik/die-auslandschweizerorganisation

 

18.09.15, Anne-Catherine Clément, Communications & Marketing
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News von educationsuisse

Am diesjährigen Kongress der Auslandschweizer und an der Ratssitzung des Auslandschweizerrates hat auch die frischernannte Geschäftsführerin von educationsuisse, Barbara Sulzer Smith teilgenommen. Diese Anlässe bieten eine gute Gelegenheit, die Schweizer Schulen im Ausland und das Beratungsangebot für junge Auslandschweizer noch bekannter zu machen.

Der Präsident von educationsuisse, Derrick Widmer aus Aarau setzt sich seit Jahren als aktives Mitglied des Auslandschweizerates für die Interessen der Auslandschweizer und Schweizer Schulen im Ausland ein.

Die Kongressteilnehmer, die jeweils aus der ganzen Welt anreisen, nutzen gerne die Gelegenheit direkt mit den Mitarbeiterinnen von educationsuisse in Kontakt zu treten und konkrete Fragen zu stellen. Besonders gefreut hat sich das Team von educationsuisse über die Kongressteilnahme von jungen Auslandschweizerinnen, die in der Schweiz eine Ausbildung absolvieren und von educationsuisse in Sachen Stipendien betreut werden.

 

Detaillierte Informationen zum Netzwerk der Schweizer Schulen im Ausland und der Beratung für junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zum Thema „Ausbildung in der Schweiz“ finden Sie auf www.educationsuisse.ch .

 

18.09.15, Anne-Catherine Clément, Communications & Marketing
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