ASO Info 5/13

NEWSLETTER ASO Info

Sind Sie Auslandschweizerin oder Auslandschweizer? Möchten Sie ins Ausland auswandern oder in die Schweiz zurückkehren? Interessieren Sie sich für Themen rund um die Fünfte Schweiz? Dann abonnieren Sie ASO Info, den Newsletter der Auslandschweizer-Organisation, und bleiben Sie informiert über Themen, welche die Fünfte Schweiz betreffen.

Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) bildet das Kompetenzzentrum für Fragen rund um die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Die ASO ist eine politisch und konfessionell neutrale, unabhängige Nichtregierungsorganisation. Sie vertritt die Interessen ihrer im Ausland lebenden Landsleute und bietet ihnen eine breite Palette von Dienstleistungen an.

 

Die ASO engagiert sich seit 1916 für die Auslandschweizer.

 

Für weitere Informationen: www.aso.ch

 

 

13.09.13, Ariane Rustichelli, Communications & Marketing
Artikel drucken

 

Stellungnahme der Delegierten des ASR zum Auslandschweizergesetz

Die Delegierten des Auslandschweizerrates (ASR) haben in ihrer Sitzung vom 16. August 2013 in Davos zum Auslandschweizergesetz Stellung bezogen. Das Vernehmlassungsverfahren läuft bis zum 30. August.

Filippo Lombardi, amtierender Präsident des Ständerates und «Vater» des Entwurfs «Bundesgesetz über Schweizer Personen und Institutionen im Ausland» (Auslandschweizergesetz, ASG) war eigens erschienen, um den Gesetzentwurf vorzustellen.

Dieser wurde von der Staatspolitischen Kommission des Ständerates in die Vernehmlassung geschickt.

 

Die Antwort der Auslandschweizer-Organisation auf die Vernehmlassung wurde von den Delegierten des ASR am 16. August 2013 in Davos einstimmig verabschiedet.

 

 

13.09.13, Ariane Rustichelli, Communicatons & Marketing
Artikel drucken

 

Die Schweiz im Zeitalter der Globalisierung

Vom 16. bis zum 18. August trafen die Angehörigen der Fünften Schweiz zu ihrem 91. Jahreskongress in Davos zusammen. Seit 1918 beginnt der dreitägige Kongress traditionsgemäss mit der Sitzung des Auslandschweizerrats. Thema des Kongresses waren in diesem Jahr die Globalisierung und ihre Folgen für die Schweiz. Die Veranstaltung bot nach Ansicht aller Teilnehmer Gelegenheit zum Austausch konstruktiver Ideen und genoss eine erhebliche Medienpräsenz, sodass unsere Landsleute im Ausland ihrer Stimme in der Schweiz Gehör verschaffen konnten.

Den Auftakt des Auslandschweizer-Kongresses bildete am 16. August 2013 die erste Sitzung des Auslandschweizerrates (ASR) in der Legislaturperiode 2013-2017. In seiner konstituierenden Sitzung bestätigte der ASR zunächst die Ergebnisse der im Ausland veranstalteten Wahlen und wählte auf Vorschlag des Vorstands die Inlandsvertreter. Neu in den Vorstand der Auslandschweizer-Organisation (ASO) gewählt wurde Ständeratspräsident Filippo Lombardi. Die Wahl erfolgte einstimmig.

 

Stellungnahme - «Auslandschweizergesetz»

Filippo Lombardi (CVP/TI) stellte den Entwurf für ein «Bundesgesetz über Schweizer Personen und Institutionen im Ausland» (Auslandschweizergesetz, ASG) vor, das von der Staatspolitischen Kommission des Ständerats in die Vernehmlassung gegeben wurde. Der einzige Punkt, der in Frage gestellt wurde, war die Aufhebung der Immatrikulationspflicht für Auslandschweizer, da ohne sie die Verbindung zu den Auslandschweizern nicht sichergestellt werden könne. Die ASO liess durch ihren Präsidenten Jacques-Simon Eggly darauf hinweisen, dass das Gesetz die rechtlichen Grundlagen schaffen würde, auf denen der Bundesrat eine echte Strategie bezüglich der zunehmenden internationalen Mobilität unserer Landsleute erarbeiten könne.

Der Entwurf für eine Antwort auf die Vernehmlassung wurde von den 96 anwesenden Delegierten einstimmig angenommen.

 

Französisch-schweizerisches Erbschaftssteuerabkommen

Michel Duclos, der französische Botschafter in der Schweiz, stellte den Standpunkt der französischen Regierung zu dem von Frankreich und der Schweiz am 11. Juli unterzeichneten Erbschaftssteuerabkommen dar. Botschafter Duclos wies darauf hin, dass die Schweizer Behörden auf der Unterzeichnung dieses Abkommens bestanden hatten. Er betonte, dass sein Land für in Frankreich lebende Schweizer keine Ausnahme machen könne, ohne einen Präzedenzfall zu schaffen, der alle anderen Abkommen in Frage stellen würde.

Weitere Informationen zu diesem Thema

 

Elektronische Stimmabgabe

Die Delegierten nahmen ausserdem zum 3. Bericht des Bundesrates über die elektronische Stimmabgabe Stellung. Sie beurteilten die Versuchsphase in den Jahren 2006-2012 als positiv und begrüssten den Verzicht auf die Wassenaar-Einschränkung. Von nun an werden Auslandschweizer ungeachtet ihres Wohnsitzlandes per Internet abstimmen können, sofern ihr Kanton es zulässt. Des Weiteren wiederholten die Delegierten des ASR die Forderung, die sie im vergangenen Jahr im Rahmen der Petition «E-Voting für alle» gestellt hatten: Sie drangen darauf, dass allen Auslandschweizern bei den eidgenössischen Wahlen 2015 die Stimmabgabe per Internet ermöglicht wird, sofern die Sicherheit dieses neuen Kanals gewährleistet werden kann. Sie forderten die Schweizer Kantone auf, sich für dieses Ziel einzusetzen.

 

Die Schweiz im Zeitalter der Globalisierung

Im Rahmen des Kongressthemas «Die Schweiz vs. die Globalisierung?» befasste sich die Plenarversammlung am Samstag mit der Bedeutung und den Folgen der Globalisierung für die Schweiz. Mit mehr als 380 Teilnehmern aus aller Welt bot der Kongress im Rahmen von 3 Workshops Gelegenheit zu lebhaften Debatten. Die Workshops beleuchteten das Thema «Globalisierung» aus verschiedenen Blickwinkeln: Migration, Wirtschaft und Institutionen. Bundesparlamentarier aller Couleur sowie Fachleute der betreffenden Bereiche stellten sich den kontroversen Debatten.

 

In seiner Eröffnungsrede ging der ehemalige Staatssekretär und politische Direktor des EDA, Franz von Däniken, auf verschiedene Aspekte der Globalisierung und ihre Komplexität ein. Insbesondere wies er auf die Spannung zwischen dem Wunsch, die eigene nationale Identität zu bewahren, und der Realität einer Welt hin, die sich zunehmend als «globales Dorf» versteht. Er betonte, wie wichtig es für die Schweiz sei, auf ein Netzwerk von 715'000 im Ausland lebenden Bürgern zurückgreifen zu können. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die Schaffung eines eigenen Auslandschweizergesetzes kein Luxus sei.

Rudolf Wyder, Direktor der ASO, fasste die Gespräche des Tages zusammen und stellte die Thematik in einen Gesamtzusammenhang. Dabei beleuchtete er die Verknüpfung der künftigen Herausforderungen mit der Globalisierung und der Zunahme der internationalen Mobilität unserer Landsleute im Ausland. Für Rudolf Wyder, der seit 1987 Direktor der ASO ist, war es der letzte Kongress in seiner derzeitigen Funktion. Er wird Ende des Jahres in den Ruhestand treten. Jacques-Simon Eggly würdigte ihn als Menschen und hob seinen aussergewöhnlichen Einsatz und seinen prägenden Beitrag an der Spitze der ASO sowie für die Anliegen der Auslandschweizer hervor.

Sarah Mastantuoni und Ariane Rustichelli wurden als Nachfolgerinnen von Rudolf Wyder an die Spitze der ASO berufen. Die Ernennung muss noch vom ASR an der Frühjahrssitzung vom kommenden März bestätigt werden. Der Vorstand der ASO hat sich für die innovative Lösung einer weiblichen Doppelspitze entschieden. Die beiden Nachfolgerinnen werden ihre Ämter zum 1. Januar 2014 antreten. Beide sind derzeit Direktionsmitglieder der ASO.

 

Rede der Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf

Schliesslich wandte sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im Namen der Regierung an die Kongressteilnehmer. Sie setzte sich mit den Chancen und Risiken der Globalisierung auseinander und erklärte, dass die Schweiz gute Karten habe, aber auf die internationalen Regeln Rücksicht nehmen müsse. Dies gelte ebenfalls für den Finanzplatz Schweiz. Aus diesem Grunde befasse sich die Regierung mit diesen Themen, wobei sie sich auf einen Ansatz konzentriert der Qualität, Stabilität und Integrität begünstigt. Einer der Trümpfe der Schweiz, so fuhr die Bundesrätin fort, seien die Auslandschweizer als wichtigste Botschafter unseres Landes ausserhalb unserer Grenzen. Sie schloss mit einigen Erläuterungen zu den Plänen der Regierung, unseren Landsleuten im Ausland bereits bei den Parlamentswahlen im Jahr 2015 die Stimmabgabe per Internet zu ermöglichen.

 

Jedes Jahr vereinigt der Auslandschweizer-Kongress mehrere hundert Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Sie haben dort die Möglichkeit, in der Schweiz ihrer Stimme zu zahlreichen Themen rund um die Fünfte Schweiz Gehör zu verschaffen sowie ihre internationalere und doch überaus schweizerische Sichtweise zu aktuellen Themen, die unser Land betreffen, einzubringen.

 

 

13.09.13, Ariane Rustichelli, Communications & Marketing
Artikel drucken

 

Der 91. Auslandschweizer-Kongress in Bildern

Die Fotos von der Sitzung des Auslandschweizerrates sowie vom 91. Auslandschweizer-Kongress sind ab sofort online abrufbar.

Sie finden die Bilder auf der Internetseite der ASO, sowie auf SwissCommunity.org unter der Rubrik «Bilder» und eine Auswahl auf der Facebook-Seite von SwissCommunity.org.

 

 

13.09.13, Ariane Rustichelli, Communications & Marketing
Artikel drucken

 

SwissCommunity.org: Diskussionsplattform für eidgenössische Volksabstimmungen

Die Internet-Plattform SwissCommunity.org, deren primäre Aufgabe darin besteht, eine Verbindung zwischen Schweizerinnen und Schweizern in aller Welt herzustellen, entwickelt sich immer mehr zu einem Ort des Austausches zu politischen Themen. So wird beispielsweise die Frage der Aufhebung der Wehrpflicht, die am 22. September 2013 zur Abstimmung steht, ausführlich auf SwissCommunity.org diskutiert.

Die 29'000 Mitglieder von SwissCommunity.org beteiligen sich an den Diskussionsforen und sind an politischen Debatten interessiert, die unser Land beschäftigen. Kein Tag vergeht, an dem nicht eine neue Diskussion politischen Inhalts begonnen oder kommentiert wird. «Institutionelle Integration der Schweiz in die EU», Kommentare zum «Entwurf zum Auslandschweizergesetz», «Die Beziehung der Schweizer Banken zu unseren Landsleuten im Ausland» oder die Situation des «Finanzplatzes Schweiz» sind nur einige der Themen, die regelmässig auf der Plattform diskutiert werden. Im Vorfeld der eidgenössischen Volksabstimmungen vom 22. September wurde eine Diskussion über die Erhaltung der Wehrpflicht und die Notwendigkeit einer Armee angestossen. Dieses Interesse der SwissCommunity-Mitglieder an politischen Fragen insgesamt sowie an Abstimmungs­vorlagen zeigt, dass sie sich bei Bundesparlamentariern und Medien Gehör verschaffen wollen. Die Auslandschweizer lieben es, sich untereinander und mit ihren Landleuten «im Inland» auszutauschen und bringen dies auf ihrem «Territorium», der Plattform SwissCommunity.org, zum Ausdruck, die ein wenig wie ihr 27. virtueller Kanton ist. Werden auch Sie aktives Mitglied in einem stark expandierenden Austauschnetzwerk und melden Sie sich auf SwissCommunity.org an, falls Sie dies noch nicht getan haben.

www.swisscommunity.org

 

 

13.09.13, Ariane Rustichelli, Communications & Markeing
Artikel drucken

 

Seminar zur Eidgenössischen Jugendsession

Junge Auslandschweizer haben seit vielen Jahren die Möglichkeit an der Eidgenössischen Jugendsession teilzunehmen. Direkte Demokratie wird bei diesem sehr erfolgreichen Projekt gelernt und gelebt. Die Schweiz ist das einzige Land, in welchem Petitionen der Jugend im Bundesparlament behandelt werden müssen.

Vom 14.11. – 17.11.2013 versammeln sich 200 Jugendliche aus der Schweiz und diskutieren, politisieren und referieren über die folgenden Themen, welche von den Jugendlichen per Online-Voting ausgewählt wurden: Dienstpflicht / Jugend und Alkohol / Homophobie / Tiernutzung und Tierschutz / Vermögensverteilung / Bildungssystem.

Die Auslandschweizer werden am Wochenende vor der Session von ihren Gastfamilien in der Region Bern begrüsst. Von Montag bis Mittwoch bereitet die ASO die Teilnehmenden auf die Session vor. Sie lernen das politische System der Schweiz kennen, werden in den Ablauf und die Themen der Jugendsession eingeführt und verbringen gemeinsame Zeit z.B. bei einem Stadtrundgang durch Bern.

Ab Donnerstag nehmen die Auslandschweizer am Programm der Session teil. Der Nationalratssaal ist im Bundeshaus für die Jugend reserviert.

Die Jugendsession ist nicht nur eine Alibiübung. Die Petitionen, welche die Jugendlichen ausarbeiten, werden am Samstag feierlich der Nationalratspräsidentin überreicht. Die politischen Vorstösse der Jugendlichen müssen dann vom Parlament zur Kenntnis genommen werden.

Seit 2001 ist das Forum Jugendsession aktiv. Das Forum verfolgt die Petitionen weiter, welche an den Jugendsessionen erarbeitet wurden. Für diese Aufgabe arbeitet das Forum mit verschiedenen Gremien, Institutionen und Politikern zusammen. Dadurch verschafft es der Jugend eine politische Stimme, die nicht parteiabhängig ist.

 

Mehr Informationen auch unter: www.aso.ch oder www.jugendsession.ch

 

 

13.09.13, Tom Morgenegg, Jugenddienst
Artikel drucken

 

Partnerschaft zwischen Schweiz Tourismus und der Auslandschweizer-Organisation

Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) und Schweiz Tourismus können dank ihrer Partnerschaft die im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer besser auf ihre Aktivitäten hinweisen. Die beiden Organisationen sind traditionell mit der Fünften Schweiz eng verbunden.

Wenn Sie dem "Netzwerk Schweiz“ beitreten möchten, besuchen Sie die Rubrik "Netzwerk Schweiz“ unter: www.myswitzerland.com/aso 

 

Sie wollen Mitglied werden von SwissCommunity.org? Besuchen Sie folgende Website, um sich anzumelden: www.swisscommunity.org

 

Für weitere Informationen zu den Angeboten der ASO werfen Sie doch einen Blick in die Rubrik "Angebote“ auf unserer Website: www.aso.ch

 

 

13.09.13, Ariane Rustichelli, Communications & Marketing
Artikel drucken