2.Säule 

Während in der Schweiz die berufliche Vorsorge (2. Säule) für Arbeitnehmer obligatorisch und für Selbständigerwerbende freiwillig ist, ist im Ausland grundsätzlich nur die freiwillige Versicherung möglich.

 

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird Ihr erworbener, «gesparter» Vorsorgeschutz in Form einer Freizügigkeitsleistung grundsätzlich auf die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers übertragen. Was die Auslandschweizer anbelangt, so können sie entweder weiterhin bei der Pensionskasse des bisherigen Arbeitgebers versichert bleiben, wenn deren Statuten dies zulassen, oder aber bei der Auffangeinrichtung BVG, entweder mittels Spareinlagen oder einer Freizügigkeitspolice bei einer Bank oder Versicherung. Eine Barauszahlung des Betrages ist ausnahmsweise nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur auf Gesuch hin möglich ((u.a. beim endgültigen Verlassen der Schweiz (vorausgesetzt die Bestimmungen sind erfüllt), bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit oder wenn die Austrittsleistung weniger als der Jahresbeitrag ausmacht)).

 

Durch den Beitritt zu einer Pensionskasse und somit zur beruflichen Vorsorge können Sie sich gegen die Risiken Tod und Invalidität sowie für Ihr Rentenalter, zusätzlich zu der durch die AHV gesicherten Minimalrente, weitgehend auch Ihren früheren Lebensstandard sichern.

 

Am 1. Januar 1985 ist das Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) in Kraft getreten, welches das schweizerische Vorsorgesystem in den Fällen von AHV und IV vervollständigen soll (1. Säule). Da die AHV und IV «nur» eine angemessene Deckung des Existenzbedarfes sicherstellen, soll die berufliche Vorsorge die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung ermöglichen.

 

Versichert sind Alters-, Invaliden- und Hinterlassenenleistungen (Altersrente, Pensioniertenkinderrente, Invalidenrente, Invalidenkinderrente, Witwenrente, Waisenrente).

 

Leistungshöhe und -form variieren von einer Vorsorgeeinrichtung (diesen Einrichtungen obliegt die Organisation und Verwaltung Ihrer Vorsorge) zur anderen zum Teil erheblich. Das Gesetz schreibt jedoch eine minimale Vorsorge im Sinne eines Mindestschutzes vor.