Wie werden/bleiben Ihre Kinder Schweizer?

Schweizer durch Geburt

Schweizer Bürgerin oder Bürger ist von Geburt an:

  • das Kind, dessen Eltern miteinander verheiratet sind und dessen Vater oder Mutter Schweizer Bürgerin oder Bürger ist;
  • das Kind einer Schweizer Bürgerin, die mit dem Vater nicht verheiratet ist.

 

Das unmündige ausländische Kind eines schweizerischen Vaters, der mit der Mutter nicht verheiratet ist, erwirbt das Schweizer Bürgerrecht, wie wenn der Erwerb mit der Geburt erfolgt wäre, durch die Begründung des Kindesverhältnisses zum Vater.

 

Schweizer durch erleichterte Einbürgerung

  • Bis zum 1. Januar 2006 wurde ein ausländisches Kind dessen Schweizer Vater nicht mit der Mutter des Kindes verheiratet war, nicht automatisch Schweizer, auch dann nicht, wenn es vom Vater anerkannt wurde. Jedoch kann das Kind eines schweizerischen Vaters, geboren vor dem 1. Januar 2006, vor Vollendung des 22. Altersjahres ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen, unter Voraussetzung, dass es vom Vater annerkannt wurde. Ist es mehr als 22 Jahre alt, so kann es ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen, wenn es mit der Schweiz eng verbunden ist.
  • Das ausländische Kind, das vor dem 1. Juli 1985 geboren wurde und dessen Mutter vor oder bei der Geburt des Kindes das Schweizer Bürgerrecht besass, kann ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen, wenn es mit der Schweiz eng verbunden ist.
  • Ein ausländisches Kind, welches das Schweizer Bürgerrecht nicht erwerben konnte, weil ein Elternteil vor der Geburt des Kindes das Schweizer Bürgerrecht verloren hat, kann erleichtert eingebürgert werden, wenn es eng mit der Schweiz verbunden ist.

 

Die erleichterte Einbürgerung setzt voraus, dass die Bewerberin oder der Bewerber:

  • in der Schweiz integriert ist;
  • die schweizerische Rechtsordnung beachtet;
  • die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährdet.

 

Für Bewerberinnen und Bewerber, die nicht in der Schweiz wohnen, gelten diese Voraussetzungen sinngemäss.

 

Schweizer durch Wiedereinbürgerung

Das im Ausland geborene Kind, das neben der schweizerischen noch eine andere Staatsangehörigkeit besitzt, verliert das Schweizer Bürgerrecht, wenn es nicht spätestens bis zur Vollendung des 22. Altersjahres bei einer schweizerischen Behörde im In- oder Ausland angemeldet wurde. Innerhalb einer Frist von 10 Jahren hat es jedoch die Möglichkeit, ein Gesuch um Wiedereinbürgerung zu stellen. Wenn es eng mit der Schweiz verbunden ist, kann es das Gesuch auch noch nach Ablauf dieser Frist stellen.

 

Wer aus dem Schweizer Bürgerrecht entlassen wurde, um eine andere Staatsangehörigkeit erwerben oder behalten zu können, kann das Wiedereinbürgerungsgesuch auch bei Wohnsitz im Ausland stellen, wenn er oder sie mit der Schweiz eng verbunden ist .

 

Eine enge Verbundenheit mit der Schweiz liegt im typischen Fall dann vor, wenn die Bewerberin oder der Bewerber folgende vier Bedingungen erfüllt; sie oder er:

  • verbringt regelmässig die Ferien in der Schweiz,
  • unterhält enge Beziehungen zu in der Schweiz lebenden Personen (insbesondere zu Angehörigen und Bekannten),
  • hat enge Kontakte zu Auslandschweizervereinen und
  • kann sich in einer schweizerischen Landessprache bzw. einem schweizerischen Dialekt verständigen.

 

Eine enge Verbundenheit mit der Schweiz ist jedoch auch dann denkbar, wenn nicht alle vier erwähnten Bedingungen erfüllt sind. Dies trifft dann zu, wenn einer oder mehrere der erwähnten Punkte für die betreffende Person in hohem Masse zutrifft. So ist etwa trotz mangelnder Kenntnis einer Landessprache eine enge Verbundenheit mit der Schweiz möglich, wenn die eine oder andere Beziehung zur Schweiz in besonderem Masse vorhanden ist.