Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen

Fachhochschulen (FH)

Die Fachhochschulen verstehen sich im Vergleich zu den universitären Hochschulen als gleichwertig, aber andersartig, indem sie für Personen mit absolvierter Berufsbildung Studienmöglichkeiten auf Hochschulniveau anbieten. Bisher war dies nur für Absolventen eines Gymnasiums möglich.

 

Zu den Fachhochschulen werden in der Schweiz rund 60 Schulen gezählt, die in sieben Fachhochschulregionen zusammengefasst werden und gemeinsam über 200 Studiengänge anbieten. Dies sind anspruchsvolle praxisorientierte Aus- und Weiterbildungen im Ingenieurwesen, in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Gestaltung, Gesundheit, Sozialwesen, Kunst und Musik (Bundeskompetenz) und Lehrerbildung (kantonale Kompetenz).

 

Zulassung

Studierende, die sich an einer Schweizer Fachhochschule einschreiben möchten, müssen die Unterrichtssprache beherrschen. Ausserdem benötigen sie einen Eidgenössischen Fähigkeitsausweis und zusätzlich eine Berufsmaturität. In der Regel wird von Bewerbern mit gymnasialer Maturität ein mindestens einjähriges Praktikum im gewählten Bereich verlangt. Auslandschweizer, welche über einen ausländischen Vorbildungsausweis verfügen, müssen direkt mit der Fachhochschule ihrer Wahl die Zulassung abklären. Dieser Entscheid fällt in die Kompetenz jeder einzelnen Fachhochschule, es gibt keine zentrale Zulassungsstelle.

 

Studiengang

Das zweistufige Studiensystem mit Bachelor- und Master-Studiengängen wird auch an Fachhochschulen umgesetzt. Bachelorstudiengänge sind in der Regel berufsqualifizierend und führen frühestens nach einer Studienleistung von 3 Jahren zu einem Abschluss. Masterstudiengänge vermitteln zusätzlich vertieftes und spezialisiertes Wissen. Sie können frühestens nach einer Studienleistung von anderthalb Jahren abgeschlossen werden.

 

Inhalte

Das Studium an den Fachhochschulen ist eine höhere Berufsausbildung auf wissenschaftlicher Basis, vor allem im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung. Damit wird es auch für Absolventen einer Berufslehre möglich, attraktive weiterführende Studien auf Hochschulniveau zu absolvieren. Dank des Praxisbezuges sind die Berufsaussichten für die Absolventen nach Abschluss des Fachhochschulstudiums sehr gut, da sie sich mit ihrer Erfahrung leicht in das Berufsleben einfügen und sich schnell in ein Unternehmen integrieren können.

 

Pädagogische Hochschulen (PH)

Die Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule zur Lehrperson für die Vorschul- und Primarschulstufe dauert drei Jahre und wird mit einem Bachelor abgeschlossen. Das Studium zur Lehrperson der Sekundarstufe I ist zweistufig, dem Zwischenabschluss mit Bachelor folgt ein Masterstudium. Die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung für die Sekundarstufe II umfasst eine fachwissenschaftliche Ausbildung (Masterabschluss) sowie eine erziehungswissenschaftliche und didaktische Ausbildung.

 

Zulassung

Zulassungsvoraussetzung für Lehrkräfte der Primar- und Sekundarstufe I und II ist in der Regel die gymnasiale Maturität, für Lehrkräfte der Vorschule ein Diplom einer anerkannten Fachmittelschule, die Berufsmaturität oder die gymnasiale Maturität.

 

Studiengang

Die Ausbildung dauert je nach Schulstufe drei Jahre für Vorschul- und Primarschulstufe, 4,5-5 Jahre für Sekundarstufe I und mindestens fünf Jahre für Sekundarstufe II. Die Prüfungen am Ende der Ausbildung sind unterschiedlich, doch wird in den meisten Fällen eine schriftliche Diplomarbeit verlangt und die Unterrichtspraxis geprüft.

 

Inhalte

Die Pädagogischen Hochschulen haben gemäss ihrem Leistungsauftrag den Status von Fachhochschulen. Analog zu diesen haben sie Leistungsaufträge in der Lehre (Aus- und Weiterbildung), in angewandter Forschung und Entwicklung sowie für Dienstleistungen (Beratung und weitere Dienstleistungsangebote).