90. Auslandschweizer-Kongress, 17. - 19. August 2012 in Lausanne

Lausanne

 

Mobilität und Innovation: Die Schweiz in Zeiten internationaler Herausforderungen

Neben Berglandschaften, Schokolade, Uhren und dem Bankenplatz zeichnet sich die Schweiz auch durch ihre Innovationstätigkeit, eine weltweit anerkannte Forschung und eine hohe Ausbildungsqualität aus. Aber diese Bereiche setzen den Erwerb von Kenntnissen und den Aufbau von internationalen Netzwerken voraus. Die Mobilität ist in diesem Sinne die Zukunft unseres Landes. Weit entfernt von allen Klischees erzeugt die moderne Schweiz Sympathie- und Vertrauenskapital – ein wichtiger Trumpf angesichts der internationalen Angriffe, denen unser Land ausgesetzt ist. Aber das ermöglicht ihr auch, das Wachstum ihrer Wirtschaft sicherzustellen, weltweit neue Kontakte zu knüpfen und auf internationaler Ebene eine aktive Rolle zu spielen. Der freie Wissensverkehr und die Umsetzung einer kohärenten Migrationspolitik sind die Voraussetzungen, um zwei wichtige Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.

 

Vom 17. bis 19. August 2012 werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
90. Auslandschweizer-Kongresses im Palais de Beaulieu in Lausanne mit den zwei grossen Herausforderungen auseinandersetzen, denen sich die Schweiz gegenübersieht: die internationale Mobilität und die Globalisierung des Wissens als Wachstumsfaktor unseres Landes. Nebst wirtschaftlichen Fragen geht es aber auch um Rationalisierung und Nutzung von Synergieeffekten. Letztere finden bei unseren Behörden zu wenig Beachtung, sind jedoch für die Förderung der Schweizer Belange weltweit und für die Positionierung der Schweiz als Speerspitze der Forschung von grundlegender Bedeutung. Dem Potenzial des Wissens und der Vernetzung von Schweizer «Gehirnen» muss auf politischer Ebene Rechnung getragen werden. Gleiches gilt für die Attraktivität unseres Finanzplatzes, aber auch für die Rolle, welche die Schweiz auf internationaler Ebene zu spielen gedenkt, und für das Image, das sie vermitteln möchte. Unsere Behörden müssen erkennen, dass die Zukunft unseres Landes in der Mobilität von Personen und Wissen liegt, und dass die Mitglieder unserer Diaspora dabei die Hauptakteure sind.

 

Folglich ist es an der Zeit, dass sich die Schweiz bezüglich der internationalen Mobilität ihrer Staatsangehörigen eine Gesamtstrategie zulegt, die Arbeitsmarktpolitik, Wissenstransfer, internationale Vernetzung, Aus- und Rückwanderung, konsularische Betreuung usw. miteinander verknüpft. Unter dem gleichen Blickwinkel gilt es, eine kohärente und gesamtheitliche Auslandschweizerpolitik umzusetzen. Dies erfordert eine tragfähige Gesetzesgrundlage in Form eines Bundesgesetzes über die Auslandschweizer.

 

Der 90. Auslandschweizer-Kongress wird sich mit diesen Fragen auseinandersetzen und unter anderem das Schulbeispiel der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) unter die Lupe nehmen. Gleichzeitig wird er sein Augenmerk auf die zuweilen ambivalenten Beziehungen zwischen den Welten der Forschung, Ausbildung und Wirtschaft richten.

 

Der Auslandschweizer-Kongress gibt den Mitgliedern unserer Diaspora Gelegenheit, ihren Anliegen in der Schweiz Gehör zu verschaffen und in Bezug auf gesellschaftliche Themen und aktuelle Entwicklungen, die unser Land betreffen, eine externe, aber trotzdem sehr schweizerische Sichtweise einzubringen.

 

Die jährliche Zusammenkunft der Mitglieder der «Fünften Schweiz», an der jedes Jahr mehrere Hundert unserer im Ausland lebenden Mitbürgerinnen und Mitbürger teilnehmen, beginnt traditionell am Freitag mit der Sommersitzung des Auslandschweizerrates (ASR), dem politischen Organ der Auslandschweizer-Organisation (ASO). Am Samstag findet jeweils die Plenarversammlung statt, die ganz dem Kongressthema gewidmet ist. Der Sonntag bietet die Gelegenheit, die Gastregion näher kennen zu lernen.

 

 


 

ASO

 
 

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